24.02.2010 / 18:20
Das Liberales Forum Wien setzt einen Schwerpunkt auf die Wirtschaft und beginnt dies mit einer Kandidatur bei der Wiener Wirtschaftskammerwahl
Die Wiener Liberalen kandidieren mit dem Liberalen Wirtschaftsforum in drei Fachgruppen zur Wahl der Wirtschaftskammer Wien. Das ist ein Novum in der siebzehnjährigen Parteigeschichte des Liberalen Forum.
„Wir sprechen uns gegen die Zwangsmitgliedschaft und gegen den Verfassungsrang der Wirtschaftskammer aus, wollen aber trotzdem unsere Wirtschaftskompetenz mit Verantwortung einbringen" sagt der Wiener Landessprecher des LIF, Hannes Heissl.
Konkret stellen die Liberalen Kandidaten und Kandidatinnen in den Fachgruppen ‚Werbung und Marktkommunikation', UBIT sowie ‚Buch- und Medienwirtschaft'. In den beiden erstgenannten Fachgruppen kandidieren mit Ursula Seethaler und Christine Reiterer zwei erfahrene Unternehmerinnen an der Spitze, in der Fachgruppe ‚Buch- und Medienwirtschaft' tritt der frühere liberale Nationalratsabgeordnete des LIF, Volker Kier, an.
Weiters kandidieren Stefan Gara, Werner Becher, Nimrod Frucht (jeweils UBIT) sowie Thomas Diezl (Werbung und Marktkommunikation).
Eigenverantwortung ist das Credo jedes Unternehmers, jeder Unternehmerin. Entscheidend für Wirtschaft mit Verantwortung ist der direkte Zusammenhang mit Freiheit: Dafür sind die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, wie sie derzeit in Österreich nicht gegeben sind. Der Staat darf Eigenverantwortung nicht abwürgen, sondern muss sie verlangen, sodass eine neue Verantwortungskultur entstehen kann. Ständestaatliche Strukturen, ein Übermaß an Bürokratie, eine zu hohe Steuer-und Abgabenbelastung, der Vollkaskostaat - das ist die Realität der Gegenwart und behindert Innovation, Unternehmergeist und eine nachhaltige soziale Absicherung.
Demokratie, Freiheit, Rechtsstaat und Bildung sind Eckpfeiler für eine nachhaltige Zukunft unserer Wirtschaft und damit unserer Gesellschaft. Dafür kämpfen die Liberalen in der Politik und in aktuell in der Wirtschaftskammer.
Die Wirtschaftskammer vertritt bei weitem nicht alle Selbständigen. Vor allem die jungen „Neuen Selbständigen" haben keine Interessensvertretung, da die Wirtschaftskammer „nur" Selbständige mit Gewerbescheinen zu Zwangsmitgliedern macht. Für die jungen Neuen Selbständigen fühlen sich weder Arbeiter- noch Wirtschaftskammer zuständig, sodass diese keine Interessensvertretung haben. Ein Fehler im System Österreich?
Die Spitzenkandidatin in der Fachgruppe ‚Unternehmensberatung und IT", Christine Reiterer, kritisiert die gegenwärtigen Beschäftigungsverhältnisse in vielen Dienstleistungsbranchen. Exemplarisch werden die TrainerInnen angeführt, welche im arbeitsmarktpolitischen Kontext tätig sind. Diese werden aufgrund des Sozialversicherungsrechtes gezwungen, unselbständige Dienstverhältnisse einzugehen, obwohl sie selbständig arbeiten wollen. Weiters stellt sie fest, dass 54 % der Mitglieder der Wirtschaftskammer Ein-Personen-Unternehmen sind und deren Interessen unzureichend vertreten werden.
Rückfragen unter:
Hannes Heissl,
Landessprecher des Liberalen Forum Wien
web http://wien.liberale.at,
mail h.heissl@liberale.at,
phone 0664 2455977

Von links nach rechts: Ursula Seethaler, Christine Reiterer, Hannes Heissl, Stefan Gara und Volker Kier. Foto: Peter Urban
